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Zionskirche / Evangelische Kirchengemeinde am Weinberg, Berlin Mitte


Zielsetzung, kirchliche und gesellschaftliche Bedeutung

Erinnerung wird zur Kraft der Gegenwart.“

Unter dieses Leitwort möchte die Zionskirche ihre Arbeit stellen. Es steht in Dietrich Bonhoeffers Auslegung des 119. Psalms (1939/40, DBW 15,  S. 525).

Die Zionskirche ist ein authentischer Ort des Widerstandes in der DDR. Hier traf sich unter dem Dach der Kirche die „Umweltbibliothek“, einer der wichtigsten Oppositionsgruppen in der DDR. An ihrer Geschichte lässt sich wie durch ein Brennglas die Rolle der evangelischen Kirche in und bei der Friedlichen Revolution erkennen und erzählen.

Das Besondere darüber hinaus ist, dass die Arbeit der „Umweltbibliothek“ sich in Bezug zu Dietrich Bonhoeffer verstand, der in den Jahren 1931/32 an der Zionskirche tätig war.

„Widerständig aus Glauben“ ist damit das zeit- und generationsübergreifende Thema für diesen Ort. Die Zionskirche möchte für den Diskurs Raum sein und Raum eröffnen. Das geschieht in thematischen Gottesdienstreihen, bei der Offenen Kirche und bei gezielt gesetzten Veranstaltungen und Ausstellungen. 

Trägerstruktur, finanzielle und personelle Ressourcen

Die Zionskirche ist ein kirchlicher Ort der Ev. Kirchengemeinde am Weinberg. Innerhalb der Gemeindearbeit findet dort die Schwerpunktsetzung „gesellschaftspolitischer Dialog“ statt. Neben der Pfarrerin, die diesen Schwerpunkt als ihren Auftrag versteht, ist eine geringfügig beschäftigte Kraft für „PolitZion“ eingestellt. Die Kirche wird von Dienstag -Sonntag von einer vom Arbeitsamt geförderten Kraft und vielen Ehrenamtlichen offen gehalten.

Zielgruppen und Schwerpunktsetzung

  • Besucher*innen der Zionskirche (zwischen 150 und 350 täglich)
  • Schulklassen, die sich mit Bonhoeffer und/oder der DDR auseinandersetzen
  • Geführte Gruppen aus dem In- und Ausland (bisher ca. 5-8 Führungen monatlich) in Zusammenarbeit mit CROSS ROADS, einem Projekt des Ev. Kirchenkreises Berlin Stadtmitte
  • Interessierte aus der Gemeinde, dem Kiez und der Stadt 
     

Perspektiven und Entwicklungsschritte

  • Entwicklung des Passantenpastoral
  • intensivere Abstimmung mit allen kirchlichen Ebenen und Einbindung in die kirchliche Erinnerungsarbeit
  • Erhalt der „Offenen Kirche“ bei Wegfall der Arbeitsamtsförderung
  • Ausbau der vorhandenen Kooperationen mit der Robert- Havemann- Gesellschaft,  Stiftung  Aufarbeitung  u.a.
  • Vernetzung mit anderen Orten des Widerstandes in der DDR unter dem Dach der Kirche.

 

Weitere Informationen:
Zionskirche Berlin

 

 

Letzte Änderung am: 19.02.2016